Großmürbisch

Großmürbisch ist eine Gemeinde im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Nagymedves, der kroatische Ortsname ist Veliki Medveš (Velika Medveš). Großmürbisch hat 235 Einwohner (Statistik Austria, 1. Jänner 2021). Der Ort liegt auf einer Seehöhe von 293 Meter.

Die Gemeinde ist ein Reihendorf und erstreckt sich weit verstreut über vier Hügelkämme. Der Gast genießt von hier aus eine herrliche Fernsicht bis nach Ungarn hinein. Wander- und Radwanderwege sorgen für einen erholsamen Aufenthalt. Gemütliche Gasthäuser empfehlen sich unseren Gästen und sorgen für Unterhaltung und leibliches Wohl. Ein Stück Landschaft, wo die Begegnung mit der Natur noch möglich ist, sowie eine gastfreundliche Bevölkerung sind optimale Rahmenbedingungen für einen ruhigen und angenehmen Aufenthalt in dieser Gemeinde.

Geografie: Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Großmürbisch ist die einzige Ortschaft in der Gemeinde und liegt südlich von Güssing am Reinersdorfer Bach. Im Süden von Großmürbisch befindet sich ein Bach mit Ursprung bei den Hütterischen Häusern, welcher in Ungarn als Köhidi-patak bezeichnet wird. Zu Großmürbisch gehören auch die Streusiedlungen Bergen, Kitziberge und Hütterische Häuser.

Namensgebung: Der ungarische Name von Großmürbisch, Alsomedves, stammt von "fluvius Medus", dem Reinersdorfer Bach, der im Jahre 1457 in der Schenkungsurkunde des Gründers von Güssing erwähnt wird.

Geschichte: Großmürbisch wurde das 1. Mal im Jahre 1336 erwähnt. 1966 wurde das neue Schulgebäude eingeweiht. Im Jahre 1970 wurde Gemeinde Großmürbisch aufgelöst und kam als Ortsteil zur Gemeinde Neustift bei Güssing. Seit 1991 ist die Gemeinde Großmürbisch wieder eine selbstständige Gemeinde. Vor einigen Jahren entdeckte Josef DERKITS, Hausnummer 32 einige prähistorische Gegenstände.

1698 gehörte Großmürbisch der Pfarre von St. Nikolaus an.

1779 wurden die Glocken von Franz SCHWARZ geläutet, der auch Lehrer war.

1899 wurde die alte Kirche abgerissen, da sie zu klein geworden war. Vorstand des Pfarrgemeinderates war Johann GRÖLLER (Nr. 117). Franz KLUCSARITS (Nr. 81) organisierte eine Spendenaktion bei den Amerika-Auswanderern für die Errichtung der neuen Kirche.

Der erste erwähnte Friedhof befand sich im Garten des jetzigen Hauses Nr. 1; wo der Maurer Johann GRÖLLER 1913 (Hausnr. 117) eine kleine Kapelle errichtete.

2001 wurde die Dorfstraße komplett erneuert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Bildstock Jandrasits: Der Bildstock befindet sich in einem umzäunten Grundück bei Hausnummer 122 in Großmürbisch. Vor dem Jahr 2010 war es ein steinernes Kreuz. Die Inschrift lautet: 'In Gedenken an Frau Jandrasits u. Gertrude Kurcz (geb. Klucsarits). Allen Verstorbenen, denen dieser Ort von Bedeutung war. Erichtet 1928 von Fam. [früher: Johann und Anna] Jandrasits. Neu errichtet 2010 von Fam. Kurcz.'
Dreifaltigkeitskapelle: Die Dreifaltigkeitskapelle befindet sich im Garten des Hauses Nr. 1 und wurde im Jahre 1913 erbaut.
Friedhofskreuz: Das steinerne Kreuz befindet sich am Friedhof. Die Inschrift lautet: 'Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist'.
Kath. Pfarrkirche hl. König Stephan: (ObjektID: 28556), erbaut im Jahre 1900. Ölbild, ehem. Hochaltarbild des hl. König Stephan in geschnitztem Rahmen, um 1800, heute unter der Westempore.
Jandrasits-Kreuz: Steinernes Kreuz, eingefriedet mit einem Gitterzaun, in Großmürbisch mit der Jahreszahl 1952, gewidmet von Josef Jandrasits, Kaufmann in Großmürbisch 149. Erinnert an die Kriegsopferkinder Josef Hirmann (1935-1945), Johann Klucsarits (1933-1945) und Eduard Jandrasits (1931-1945).
Kreuz: Das steinerne Kreuz auf einen Betonsockel befindet sich in den Kitzibergen.
Marienkapelle: im unteren Ort, bei Hausnummer 29.
Naturschutzgebiet Luka Großmürbisch: Das 2 ha große Naturschutzgebiet Luka befindet sich nordwestlich von Großmürbisch in einem kleinen Tal des Reinersdorfer Baches. Bedeutung erhält das Gebiet durch das ehemals größte in Österreich bekannte Vorkommen der Gelb-Taglilie / Hemerocallis lilioasphodelus (Koó 1994).
Wegkapelle, Kriegerdenkmal: (ObjektID: 28562), Großmürbisch 120.

Wappen: Die Wappenverleihung fand am Pfingstsonntag, dem 31. Mai 2020 statt. Es zeigt 3 Elemente auf silbernem Untergrund: auf der linken Seite eine Ähre symbolisch für den Ackerbau, auf der rechten Seite ein Birkenblatt für den vielen Wald und in der Mitte ein geschwungenes blaues Band, das für den durch die Ortschaft fließenden Reinersdorfer Bach steht.



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