Ungarisch: Csajta, Kroatisch Cajta

Schachendorf (kroatisch Cajta, ungarisch Csajta) ist eine Gemeinde im Burgenland im Bezirk Oberwart in Österreich. Der Anteil der Burgenland-Kroaten an der Gesamtbevölkerung beträgt 73 %, als deutschsprachig bezeichnen sich 20 %. Die Burgenlandungarn machen 5 % der Bevölkerung aus.

In einer leicht hügeligen Ebene liegt Schachendorf, das ein längsförmiges Breitangerdorf darstellt. Die Gemeinde Schachendorf wird hauptsächlich von einer kroatischen Bevölkerung bewohnt. Der Ort besitzt eine Reihe von Vereinen, wie den Verschönerungsverein, der sich um das Ortsmuseum bemüht, den kroatischen Kulturverein (HKD-Hrvatsko kulturno drustvo), das Folklore- Ensemble der südburgenländischen Kroaten, die in eine Tanzgruppe und in eine Tamburizzagruppe gegliedert ist. Die Künstlertruppe versteht sich als Sprachrohr der burgenländischen-kroatischen Volksgruppe. Schachendorf besitzt auch eine kroatische Folkloregruppe, Stalnost, die nicht nur in Österreich sondern auch im benachbarten Ausland bekannt ist.

Geografie: Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Ortsteile der Gemeinde sind Dürnbach im Burgenland und Schachendorf.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Csajta verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Wappen: Blasonierung: "In Rot und auf goldenem Grund aufgerichtete und einander zugewandte Löwen; zwischen ihren Füßen eine goldene Garbe, mit den Pranken eine aufrechte, mit der Schneide nach links gewandte blaue Pflugschar haltend, überhöht von einer goldenen Blätterkrone, die von goldenen Ähren begleitet wird." Die Gemeindefarben sind rot–gold–blau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Pfarrkirche hl. Martin: ObjektID: 8501, die römisch-katholische Pfarrkirche Schachendorf steht nordöstlich, etwas außerhalb der Gemeinde Markt Neuhodis im Bezirk Oberwart im Burgenland. Sie ist dem heiligen Martin geweiht und gehört zum Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. 1818 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen und 1834 fertiggestellt. Seit 1946 ist sie eine eigenständige Pfarre. Die Kirche ist ein langer rechteckiger Bau. Der Nordturm hat einen niedrigen Zwiebelhelm. Im Untergeschoß ist der Turm älter. Die Südfassade stammt au der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das niedrige Kirchenschiff ist dreijochig und mit Platzlgewölbe überwölbt. Die Empore wurde 1896 ohne Stützen eingebaut. Der schmale Triumphbogen ist gekehlt und trennt das Kirchenschiff vom Chor. Die halbrunde Apsis ist in die Nordmauer gehöhlt. Darüber ist Schalengewölbe mit Stichkappen. Die Wandmalereien „Mariä Verkündigung“ und „Heilige Dreifaltigkeit“ stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die neoromanische Ausstattung entstand um 1900. Das Hochaltarbild von 1840 zeigt den heiligen Martin.
Kindergarten: ObjektID: 8502, Schachendorf 143.
Kreuz Wolf Maria: Ein steinernes Kreuz in Schachendorf.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal befindet sich auf einen Sockel aus gemauerten Natursteinen und ist eingefriedet. Das Denkmal wurde im Jahr 1964 als Andenken für die Gefallenen beider Weltkriege errichtet.
Pinkatalbahn: Die ehemalige Halte- und Ladestelle der Pinkatalbahn.

Film: In Siget und Schachendorf im Bezirk Oberwart im Südburgenland wurde im Juni 2015 der ORF-Landkrimi "Kreuz des Südens" gedreht. Im vierten Film der ORF-Landkrimireihe kehrt Andreas Lust als Polizist Tommy nach einem aus dem Ruder gelaufenen Einsatz in seine alte Heimat zurück, in das beschauliche (fiktive) Dorf Reingraben im Burgenland. An der Seite von Andreas Lust spielen weiters Franziska Weisz als Greißlerin, Lukas Resetarits als Bürgermeister, Maria Urban als Nachbarin Traude, Michael Fuith als Wirt sowie Harry Lampl, Alexander Jagsch, Max Mayer, Peter Raffalt, Tina Posch u.a.

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