Ungarisch: Felsöujlak, Kroatisch: Niuzalj kod oder Novoga Grada

Neusiedl bei Güssing (urkundlich 1279 zum ersten Mal erwähnt und seit 1971 gemeinsam mit Eisenhüttl, Limbach zur Marktgemeinde Kukmirn gehörig) liegt im Westen des Bezirkes Güssing im südlichen Burgenland. Der ungarische Ortsname lautet Felsöujlak. Neusiedl bei Güssing wird vom Heutalbach und vom Rettenbach entwässert. Der Rettenbach mündet in den Zickenbach.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Felsöujlak verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hl. Petrus und Paulus (ObjektID: 28681), anstelle einer mittelalterlichen Kirche zwischen 1830 und 1850 erbaut. Einfacher Rechteckbau mit gleich breitem Polygonalchor und zweigeschoßigem Westturm mit Spitzhelm. Über dem zweijochigen Schiff Platzlgewölbe zwischen Gurten auf breiten Pilastern. Dreiachsige Empore über Kreuzgratgewölbe. Flacher Triumphbogen. Chorjoch mit schmalem Kreuzgratgewölbe. Über der innen halbrund geschlossenen Apsis befindet sich ein Schalengewölbe. Der barocke Altar stammt um 1720 her. Holzfiguren des Hll. König Stephan und Barbara.
Kreuz am Museumsweg
Marterl zu Ehren der Heiligen Maria:
Ein Marterl zu Ehren der Heiligen Maria haben Werner und Walpurga Zach in unmittelbarer Nähe ihres Wohnhauses errichtet. Das im Jahr 2015 errichtete Marterl soll den Dank dafür ausdrücken, dass Unfälle, Krankheiten und Schicksalsschläge innnerhalb der Familie immer gut ausgegangen sind. Bei einer Andacht segnete Pfarrer Karl Strobl aus Kukmirn das Wegkreuz.
Martin Luther Kirche
, die Martin Luther Kirche befindet sich an der Hauptstraße gegenüber dem Landgasthof Vollmann (Martin Luther Platz).
Erbaut wurde die evangelische Kirche unter den Pfarrern A. Gibiser, H. Grössing und Kurator K. Vollmann. Die Turm und Glockenweihe fand am 24.7.1949, die Kirchenschiffweihe am 7.9.1958 statt. Die Renovierung fand im Jahre 1988 unter Pfarrer U. Kallenbach und der Kuratorin E. Vollmann statt. Eine Infotafel wurde am 5.9.1993 an der Kirche angebracht.

Radwege: Neusiedl bei Güssing ist eine Station des Apfelradweges B 62. Dieser 47 km lange Rundkurs mit seinen anspruchsvollen hügeligen Steigungen ist nur für sportliche Radler geeignet. Der Radweg zeichnet sich durch eine gute Beschilderung aus. Eine genaue Beschreibung mit allen Details findet man auf www.fahr-radwege.com (siehe auch www.best-of-burgenland.com mit einer Beschreibung aller Radwege).

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